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Förderung der Mütter, die ihre Kleinkinder unter 3 Jahre zu Hause betreuen.

siehe http://salzburg.orf.at/news/stories/2781023/

Auch die Gemeinde Fuschl (Flachgau) fördert nun Mütter, die ihre Kleinkinder zu Hause betreuen. Der Antrag kam von den Fuschler Grünen. Deren Parteifreunde auf Landes- und Bundesebene lehnen es dagegen ab, dass mehr Kleinkinder auch tagsüber zu Hause betreut werden.

Berndorf (Flachgau) war die erste Gemeinde, die dieses Modell ins Leben rief. Bundesweit erntete sie damit Zustimmung, aber auch viel Kritik. Dabei zahlt die Gemeinde den Familien bzw. Müttern einen Zuschuss, wenn Kleinkinder unter drei Jahren zu Hause betreut werden.

Grüne Ex-Volksschullehrerin für das Modell

Sie halte das Berndorfer Modell für eine sehr gute Sache, sagt die grüne Fuschler Gemeinderätin Elisabeth Maschler. Sie hat 35 Jahre lang als Volksschullehrerin gearbeitet. In dieser Zeit habe sie festgestellt, wie wichtig es sei, dass Mütter in den ersten Jahren bei ihren Kindern daheim bleiben können. Daher habe sie in der Gemeindevertretung den Antrag gestellt, das Berndorfer Familienmodell in Fuschl einzuführen und rückwirkend mit 1. Jänner 2016 auszuzahlen.

„Mütter für die Kleinen gut“

Die Mehrheitsfraktion ÖVP hat dem ebenso zugestimmt wie die SPÖ, die Freiheitlichen und die drei Grünen Fraktionskollegen Maschlers, ein einstimmiger Beschluss aller Fraktionen. Es gehe ihr um die Wahlmöglichkeit, so die grüne Politikerin - und nicht um eine „Herdprämie“, wie Gegner solcher Modelle sagen.

ABER hier der Gegenwind:

Landesrätin für mehr Krabbelstuben

Weiter oben in der politischen Hierarchie des Staates hört sich das ganz anders an. Salzburgs grüne Familienlandesrätin Martina Berthold sagt, für sie stehe im Vordergrund, dass möglichst viele Betreuungsplätze in Krabbelstuben entstehen. Das sei auch der Wunsch der meisten Mütter.

Harte Töne in Wien gegen Berndorf

Daniela Musiol, frühere Familiensprecherin der Grünen im Parlament, sagte dort in einer Debatte: „Wir lehnen es schlichtweg ab. Beim Berndorfer Modell versuchen der Bürgermeister und der Gemeinderat, sich aus ihrer Verpflichtung herauszukaufen, qualitativ hochwertige Kinderbetreuungseinrichtungen zu schaffen.“

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